Nierentransplantation

Für Patienten, die an einer Niereninsuffizienz leiden, gilt die Nierentransplantation in der Regel als die beste Behandlungsmöglichkeit. Gegenüber einer Dialysetherapie verbessern sich durch eine Transplantation Gesundheit, Überlebensrate und Lebensqualität der Betroffenen meist enorm. In Deutschland warten allerdings mehr Patienten auf eine neue Niere als gespendete Organe zur Verfügung stehen. Hinzu kommt, dass der Erfolg einer Transplantation umso größer ist je früher die Operation durchgeführt werden kann.

Prof. Dr. Christine Kurschat

Prof. Dr. Christine Kurschat

Bereichsleiterin Transplantation 

Die Ambulanz befindet sich im Gebäude 38, Kerpener Straße 60, 2. OG

Terminvereinbarung und Rezeptwünsche
Montag bis Freitag 11:00 bis 12:00 Uhr

Priv.-Doz. Dr. Roman-Ulrich Müller

Priv.-Doz. Dr. Roman-Ulrich Müller

Stellv. Bereichsleiter Transplantation

Als Klinik II für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Nephrologie, Rheumatologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin ist die Nierentransplantation eine zentrale Aufgabe unserer Abteilung. Durch die enge Zusammenarbeit mit Spezialisten der Transplantationschirurgie sowie einer langjährigen intensiven Kooperation mit dem HLA-Labor und den niedergelassenen nephrologischen Kolleginnen und Kollegen können wir unsere Patienten vor, während und nach der Transplantation optimal betreuen. Unser interdisziplinäres Transplantationsteam hat sich dabei neben Nieren- und Nieren-Pankreastransplantationen auch auf blutgruppenungleiche (AB0-inkompatible) Nierenlebendspenden spezialisiert. Diese Art der Lebendspende macht es erstmals möglich, Transplantationen durchzuführen bei denen kein blutgruppengleicher Spender zur Verfügung steht.

Unser Team verfügt dabei sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern über eine umfassende Expertise auf dem Gebiet der AB0-inkompatiblen Transplantationen. Durch die fortlaufenden Entwicklungen der Transplantationsmedizin sind die Organfunktionsraten selbst nach Jahren sehr gut und die Transplantation ist zu einem Routineeingriff geworden. Dennoch besteht immer das Risiko einer Abstoßung, bei der der eigene Körper das fremde Organ zu bekämpfen versucht. Diese im Grunde sinnvolle, in diesem besonderen Fall aber nicht gewünschte Abwehr des Körpers, kann mit Medikamenten, den sogenannten Immunsuppressiva, sicher und möglichst nebenwirkungsarm unterdrückt werden. Damit die Funktion des neuen Organs lange erhalten bleibt, ist neben einer guten und umfassenden Vorbereitung auch eine umfassende Nachsorge von Spender und Empfänger von großer Bedeutung.

In unserer Transplantationsambulanz werden die Patienten auch nach der Transplantation, in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Nephrologen, umfassend betreut. Für Fragen zum Thema Nierentransplantation steht Ihnen unser Transplantationsteam gerne zur Verfügung.

Weiterführende Informationen finden Sie zusätzlich auf den Seiten von Eurotransplant, der Deutschen Stiftung für Organtransplantation oder der Stiftung Lebendspende.

Allgemeines zur Transplantation

Als Transplantation bezeichnet man die Übertragung von Gewebe oder Blut von einem Lebewesen auf ein anderes oder auch von einer Stelle des Körpers an eine andere desselben. Es gibt zwei Formen: die Verstorbenenspende und die Lebendspende. Die Verteilung der Organe übernimmt für Deutschland und die weiteren Länder im Verbund Eurotransplant mit Sitz in Holland. Hier ist jeder Empfänger mit allen Details gespeichert, so dass schnell der passende Empfänger gefunden wird. Der Empfänger erfährt nicht den Namen des Spenders, kann der Familie aber über Eurotransplant eine Nachricht zukommen lassen.

Von dieser Organspende abzugrenzen ist die Lebendspende, bei der ein Verwandter oder Partner ein Organ spendet. Für die Lebendspende gelten ebenfalls gesetzliche Bestimmungen, die einen Missbrauch ausschließen. Damit der Organspender in diesem Fall nicht durch die Spende körperliche Nachteile erleidet, werden Spender und Empfänger vorher gründlich untersucht und vorbereitet. In unserem Zentrum werden als Routineverfahren auch blutgruppenungleiche, sogenannte ABO-inkompatible, Nierenlebendspenden durchgeführt.

Durch die fortlaufenden Entwicklungen der Transplantationsmedizin sind die Organfunktionsraten selbst nach Jahren sehr gut und die Transplantation ist zu einem Routineeingriff geworden. Dennoch besteht immer das Risiko einer Abstoßung, bei der der eigene Körper das fremde Organ erkennt und zu bekämpfen versucht. Diese an sich sinnvolle, hier aber nicht gewünschte Abwehr des Körpers wird mit modernen Medikamenten sicher und nebenwirkungsarm unterdrückt. Diese Medikamente werden daher Immunsuppressiva genannt.

Damit das neue Organ lange erhalten bleibt, sind eine gute Vorbereitung und Nachsorge wichtig. Nach der Operation sorgt sich jeden Tag einer unserer Experten um Sie. Nach der Entlassung erfolgt die Nachsorge in unserer Transplantationsambulanz. Dort stehen Ihnen erfahrene Fachleute für alle Fragen oder Probleme zur Verfügung.

Kontakt zum Transplantationsbüro

Für weitere Fragen zum Thema Nierentransplantation, Lebendspende und ABO-inkompatibler Transplantation können Sie sich jederzeit direkt an uns wenden.

Irene Hesseler
Telefon +49 221 478-86339
E-Mail transplantation@uk-koeln.de

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