Spezialambulanz Thrombotische Mikroangiopathie

Thrombotische Mikroangiopathien (TMA) sind seltene, bisweilen lebensbedrohliche Erkrankungen, die durch einen Schaden in den Kapillargefäßen eine Störung der Mikrozirkulation bewirken. Prinzipiell kann jedes Organ von einer TMA befallen werden, am häufigsten die Nieren und das zentrale Nervensystem.
Die TMA stellt einen Überbegriff für Krankheitsbilder wie die thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP) und verschiedene Formen des hämolytisch-urämischen Syndroms  (STEC-HUS und aHUS) dar. Eine Erstmanifestation der unterschiedlichen TMA-Formen ist dabei in jedem Lebensalter möglich. Die Ursachen der TMA sind vielfältig und reichen von bakteriellen Infektionen des Darmes  bis hin zu erblichen Störungen in der Regulation von Teilen des angeborenen Immunsystems (Komplementdysregulation).

Für die Festlegung der korrekten Therapie ist eine präzise Zuordnung der genauen Art der thrombotischen Mikroangiopathie unerlässlich. Dies erfordert ein differenziertes diagnostisches Vorgehen mit Hilfe der Bestimmung spezieller immunologischer Laborparameter und genetischer Untersuchungen.

Die enormen Fortschritte im Verständnis der einzelnen TMA-Formen haben in der jüngsten Zeit grundlegend neue Therapiemöglichkeiten eröffnet und damit zu einer entscheidenden Prognoseverbesserung geführt. In der Spezialambulanz Thrombotische Mikroangiopathien bieten wir betroffenen Patienten umfassende Diagnostik und die jeweils modernsten Behandlungsoptionen an.

Ihr Termin bei uns

Bitte bringen Sie zur Untersuchung und Behandlung folgende Unterlagen mit:

  • Ihre Krankenkassenkarte/Versichertenkarte
  • Röntgenbilder
  • Ergebnisse auswärtiger Untersuchungen
  • Arztbriefe und Behandlungsberichte
  • Liste der aktuell von Ihnen eingenommenen Medikamente
  • Überweisung

Wegbeschreibung

Die Interdisziplinäre Sprechstunde für seltene, unklare und erbliche Nierenerkrankungen befindet sich in den Räumlichkeiten der Nephrologischen Ambulanz auf der Kerpener Str. 60 (2. Stock) auf dem Gelände der Uniklinik Köln, Gebäude 38.

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