30.10.2019
Innere II

Forschungspreis für Dr. Späth

Nephrologe von Fachgesellschaft ausgezeichnet

Dr. Martin Späth, Foto: Christian Wittke
Dr. Martin Späth, Foto: Christian Wittke

Dr. Martin Späth, Assistenzarzt in der Klinik II für Innere Medizin der Uniklinik Köln, ist auf der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie Mitte Oktober mit dem Dr.-Werner-Jackstädt Forschungspreis geehrt worden. Der Preis fördert Projekte zur Entstehung, Diagnostik und Therapie immunologischer Nierenerkrankungen und des akuten Nierenversagens. Dr. Späth erhält den mit 3.000 Euro dotierten Preis für seine Arbeit mit dem Titel „The proteome microenvironment determines the protective effect of preconditioning in cisplatin induced acute kidney injury“.

In dieser Arbeit konnte er durch Kombination von modernen Hochdurchsatz-Methoden in Mäusenieren nach Cisplatin-Gabe unter anderem erstmalig zeigen, dass Eiweißveränderungen unabhängig von den Eiweißvorläufern (mRNA) das Schadensausmaß bestimmen. Cisplatin führte außerdem zu einer messbaren Aktivierung des Komplementsystems, einem Teil der körpereigenen angeborenen Immunabwehr. Dies konnte durch eine vorangehende Absenkung des Luftsauerstoffs oder eine verminderte Kalorienzufuhr abgemildert werden. Der Wissenschaftler hofft, dass diese Erkenntnisse langfristig helfen, die Zahl der akuten Nierenschädigungen zu senken.

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