03.11.2020
Innere II

Zwei Nephrologen ausgezeichnet

Prof. Müller und Dr. Hagmann geehrt

v.l. Univ.-Prof. Dr. Roman-Ulrich Müller und Priv.-Doz. Dr. Henning Hagmann, Foto: Michael Wodak
v.l. Univ.-Prof. Dr. Roman-Ulrich Müller und Priv.-Doz. Dr. Henning Hagmann, Foto: Michael Wodak

Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie hat in diesem Jahr zwei Oberärzte der Klinik II für Innere Medizin an der Uniklinik Köln geehrt. Univ.-Prof. Dr. Roman-Ulrich Müller ist der Carl-Ludwig-Preis für herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Nieren- und Hochdruckkrankheiten verliehen worden. Der Preis zeichnet seine Arbeiten in der translationalen nephrologischen Forschung aus. Seine Gruppe verwendet verschiedene Modellorganismen in Kombination mit state-of-the-art Methoden der RNA-Biologie, um Nierenerkrankungen besser zu verstehen. Insbesondere spielt hier die Frage, wie eine Erhöhung der zellulären Stressresistenz vor Nierenschädigung schützen kann, eine wichtige Rolle. Diese Ansätze werden parallel aktiv in klinische Studien übertragen.

Priv.-Doz. Dr. Henning Hagmann ist mit dem Apherese-Innovationspreis der Hans und Marlies Stock-Stiftung für seine Forschung im Bereich der Präeklampsie ausgezeichnet worden. Die teils lebensbedrohlich verlaufende Erkrankung ist weltweit führende Ursache der Frühgeburtlichkeit und maternalen Sterblichkeit. Die vorzeitige Entbindung stellt noch immer die einzige Therapieoption dar. Im vergangenen Jahrzehnt konnte die molekulare Pathogenese der Präeklampsie entschlüsselt werden, sodass nun der Fokus auf der Entwicklung gezielter Therapiestrategien liegt. Nach zwei erfolgreichen translationalen Pilotstudien zur ladungsabhängigen Elimination des krankheitsauslösenden zirkulierenden Faktors sFlt-1 mittels Dextran-Sulfat Apherese, hat Dr. Hagmanns Arbeitsgruppe nun einen bindungsoptimierten VEGF-basierten Liganden generiert. Dieser erlaubt die spezifische und hocheffiziente Adsorption von sFlt-1 und setzt zusätzlich durch kompetitive Bindung natives VEGF und PIGF frei. Damit sind diese Moleküle am vielversprechendsten für die Apheresebehandlung von Patientinnen mit Präeklampsie.

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